Lilly

Neue Therapien in kürzerer Zeit zur Marktreife

PROBLEM

Lilly entschloss sich zur Umstellung hin zu einem digitalen Arbeitsplatz, um Kosten zu reduzieren, Patientendaten zu schützen und für Compliance zu sorgen. Die Forschung und Entwicklung machen bei Lilly knapp 20% des Umsatzes aus. Daher war die effizientere Entwicklung klinischer Lösungen von großer Bedeutung.

 

LÖSUNG

Vertriebler nutzen Box auf iPads, um direkt in den Arztpraxen die neuesten Produktinformationen aufzurufen. Mit Box als konsolidierter Content-Ebene können sowohl interne als auch externe Teilnehmer sicher von jedem Gerät aus arbeiten. 

 

ERGEBNIS

Die Verkaufsproduktivität ist höher bei gleichzeitig niedrigeren IT-Kosten für den Vertriebszyklus. Das Risiko von Compliance-Problemen oder offengelegten Patientendaten ist geringer. Das Unternehmen kann agiler auf Wettbewerbsdruck reagieren. 

Im Jahr 1876 gründete Eli Lilly das heute gigantische, gleichnamige Pharmaunternehmen. Zu dieser Zeit wurde die Branche noch von Lieferanten für patentierte Medikamente und Elixiere fragwürdiger Herkunft dominiert. Eli Lilly entschloss sich, qualitativ hochwertige, verschreibungspflichtige Medikamente zu produzieren. Sein Aufruf an seine Entwickler: „Arbeitet an dem, was Ihr hier vorfindet, und macht es immer besser und besser.“

Heute ist das Unternehmen ein globaler Konzern, der sich immer noch von der Mission seines Gründers inspirieren lässt: Menschen zu helfen, ein längeres, gesünderes und aktiveres Leben zu führen. Doch auch die Life Sciences-Branche bleibt von der Digitalisierung nicht verschont und Lilly sieht sich großen Chancen und noch größeren Herausforderungen gegenüber. Neue Technologien eröffnen neue Wege für das Unternehmen, näher an den Patienten zu bleiben und ihnen zu helfen, ihre eigene Gesundheit zu überwachen. Aber auch der Kostendruck und die Bedenken rund um Compliance und den Datenschutz spielen eine große Rolle bei der Unternehmensplanung. 

 

„Unsere Top-Prioritäten sind Qualität und Compliance.“

 Mike Meadows, CTO, Lilly  

Die Cloud durchläuft ihre eigenen klinischen Studien

Die US-amerikanische Gesundheitsbranche hat die Cloud nicht so schnell angenommen, was zum Teil auf das komplizierte Gesundheitsmodell und das komplexe regulatorische Umfeld des Landes zurückzuführen ist. Lilly hat jedoch vor einigen Jahren erkannt, dass die digitale Transformation auch eine Chance zur Veränderung des Kundenverhaltens in punkto Interaktion mit dem Unternehmen beinhaltet. Bei Lilly arbeitet man deshalb konsequent an der „Kundenerfahrungen der nächsten Generation“. Die enormen Möglichkeiten von Big Data und KI, zielgerichtete Therapien zu entwickeln, haben das Management bei Lilly dazu inspiriert, sich ganz neu als digitales Unternehmen aufzustellen.

Jedoch müssen Unternehmen im Life Sciences-Bereich sehr sorgfältig abwägen: Wird die Versorgung in die Hände der Patienten gelegt, müssen auch Sicherheit und Compliance geklärt sein. 

„Das Wichtigste für uns sind Qualität und Compliance“, erklärt Mike Meadows, CTO bei Lilly. „Einerseits bietet die digitale Transformation gigantische Möglichkeiten, aber andererseits sind die Herausforderungen bezüglich Vorschriften, Sicherheit und Datenschutz nicht zu unterschätzen. Trotzdem sind die Zukunftsaussichten, in denen Patienten ihre Gesundheit selbst überwachen, sehr vielversprechend.“

 

Die Möglichkeiten von Cloud Content Management  

Die IT avancierte mit der Zeit von der reinen Instanz, die die Unternehmensprozesse am Laufen hält, hin zum Implusgeber. Mike Meadows und sein Team unterstützen heute die Führungskräfte innerhalb der verschiedensten Bereiche bei Lilly mit einer Methode, die er „die Kunst des Möglichen“ nennt. Einer der ersten Testläufe mit der Cloud bei Lilly war die Ausrüstung der Vertriebler mit iPads, über die sie direkt vor Ort in den Praxen, Ärzten detaillierte Produktinformationen vorstellen konnten. „Diese IT-Plattform gehörte zu den erfolgreichsten, die wir jemals hatten“, bericht Mike Meadows. „Egal, welche Kriterien wir zur Beurteilung herangezogen haben wie z.B. Benutzeranzahl, Supportkosten, Implementierungszeitraum, – die Bilanz konnte sich sehen lassen. Gerade an diesen Leistungszahlen scheitern sonst die meisten IT-Projekte. Es war einfach erfolgreich.“ 

 

„Cloud Computing steht für uns außer Frage. Wir werden dadurch agiler, effizienter und so schnell wie nie zuvor.“

 Mike Meadows, CTO, Lilly

Aufgrund der Testergebnisse war Mike Meadows sicher, dass auch weitere Cloud-Konzepte Erfolg haben würden. Deshalb begab er sich auf die Suche nach einem geeigneten System für Content-Management, das Inhalte auf jedem Gerät bereitstellen konnte, und zwar ohne Einbußen an Sicherheit und Compliance. „Wir mussten den Zugriff auf Inhalte auf eine neue Art und Weise möglich machen“, erklärt er. „Und deshalb haben wir uns für Box entschieden.“ 

Für Lilly war es immens wichtig, dass Box mit den traditionellen Workflows der Mitarbeiter kompatibel war. Aber die Möglichkeit, den Zugriff auf Content zu steuern und Patientendaten zu schützen, gab den Ausschlag. „Digitale Transformation bedeutet nicht, nur eine zusätzliche App auf ein bestehendes Modell aufzusetzen“, findet Mike Meadows. „Es müssen Systemänderungen vorgenommen werden, um die Vorteile der digitalen Transformation sinnvoll zu nutzen. Der Fokus bei uns liegt also auf der Änderung des zugrunde liegenden Modells.“

Ein Beispiel für dieses neue Modell im Gesundheitswesen ist die Art und Weise, wie Patienten sich immer mehr an ihrer eigenen Gesundheitsfürsorge beteiligen. „Das Interesse des Patienten an der Überwachung seines eigenen Gesundheitszustandes ist heute größer als früher“, erklärt Mike Meadows. „Bei dieser modernen Pflegeform basierend auf vernetzter Datenanalyse und KI kann man die Daten aus der Patientenüberwachung nutzen, um beispielsweise eine neue Medikamentendosis zu verordnen, ohne das ein Arztbesuch erforderlich ist.“  

 

„Content-Management ist für uns sehr wichtig – nicht nur, was kooperative Workflows betrifft. Wir nutzen es für die Dokumentenverwaltung für klinische Studien.“ 

 Mike Meadows, CTO, Lilly 

Weitere vielversprechende Gebiete für Lilly sind KI und maschinelles Lernen, um Forschungsprozesse zu beschleunigen. Klinische Forschung ist eine der Kernbereiche von Lilly. Der Bereich Forschung und Entwicklung macht hier knapp 20% des Umsatzes aus. Daher bedeutet jegliche Beschleunigung oder Effizienzsteigerung auf diesem Gebiet eine Ergebnisverbesserung. „Die Möglichkeit, mit KI eine ergebnisorientierte Technologie zu nutzen, ist nicht nur großartig für die Effizienz unseres Unternehmens, sondern natürlich auch für die Patientenerfahrung.“ KI ist vor allem für die Behandlung ungewöhnlicher Einzelfälle interessant, da hier gesammelte Daten rund um die Erkrankung genutzt werden können. KI und andere technische Möglichkeiten werden immer effektiver und effizienter — und die manuelle Inhalts-Bearbeitung der Mitarbeiter verringert sich. Bei Lilly eröffnen sich Möglichkeiten, Pipeline-Aktivitäten intensiv zu verfolgen. 

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